abnehmen bis Idealgewicht

Diät: Was es ist und warum man mit Diaeten nicht gut abnehmen kann

Wer kennt sie nicht, die Diät. Dies ist eine spezielle Ernährungsweise oft in Verbindung mit einer besonderen Lebensweise, die entweder zur Gewichtsab- oder -zunahme oder zur Behandlung von Krankheiten dienen.

Diätratgeber zum Übergewicht abnehmen könnte man in Büchergeschäften oft in die Märchenabteilung einsortieren. In wenigen Tagen bis Wochen soll man bereits kiloweise Fett verlieren und einen flachen Bauch haben. Hört sich verlockend an und viele Menschen fallen immer wieder darauf rein.

Wenn man jedoch mal wissenschaftlich an die Sache ran geht, erkennt man deutlich, dass man in dieser kurzen Zeit mehr Wassereinlagerungen als Fett verliert. Die Dauer einer Diät ist entscheidend dafür, wie viel man abnehmen kann und ab einer gewissen Dauer kann man eigentlich alle Diäten nicht mehr umsetzen. Vor allem die Monodiäten, wie die Kartoffeldiät, und Blitzdiäten, wie Haferflockendiät.

Wie lange muss man eine Diät umsetzen?

Studien belegen, dass man seine Ernährung für mindestens ein paar Monate bis 2 Jahre umstellen muss, um dauerhafte Ergebnisse zu erzielen. Diese Zeit braucht nämlich der Körper, um seinen Energieverbrauch, die Fettspeicher und die Stoffwechselvorgänge umzustellen, die am Abnehmen beteiligt sind. Nach ca. 8 Monaten stellt sich der Stoffwechsel nachhaltig um, wenn auf eine einigermaßen gesunde Ernährung und regelmäßige sportliche Bewegung geachtet wird. Gerade Hormone, wie Leptin, die die Fettverbrennung anregen und den Appetit zügeln, werden dann vermehrt ausgeschüttet. Der Körper passt sich also den veränderten Ernährungsgewohnheiten an und es wird immer leichter, abzunehmen.

Auch die Gewohnheiten, die größtenteils von der menschlichen Psyche gesteuert werden, verändern sich erst nach einigen Monaten.

Aus diesem Grund ist es ratsam, keine Diät zu praktizieren, sondern seine eigene Ernährung Schritt für Schritt in richtung gesund ernähren umzustellen. Übergewicht hat nämlich meistens einen Grund: Man isst zu viel von ungesunden Lebensmitteln, nimmt zu viel Kalorien zu sich und der eigene Stoffwechsel kann damit nicht mehr umgehen.

Was sind Crash-Diäten?

Neben vielen relativ gesunden Diäten werden auch immer wieder Crash-Diäten propagiert. Hierbei handelt es sich um kurz- oder mittelfristige Ernährungsumstellungen, die nicht langfristig durchgehaltet werden können. Zudem wirken sie sich sehr negativ auf den Körper aus und führen fast immer zum Jojo Effekt. Ein Jojo Effekt liegt immer dann vor, wenn man nach einer Diät wieder genauso viel wie vor der Diät wiegt oder sogar noch mehr. Psychisch vorlelastete Menschen können bei vielen Crash-Diäten auch Essstörungen, wie Bulimie und Magersucht, entwickeln. Aufgrund all dieser Fakten raten wir von Crash-Diäten ab.

Formen der Crash-Diäten

Langfristige Crash-Diäten: Ein Beispiel ist die anabole Diät, bei der man sich ein Jahr lang nur von Fleisch und Fett ernähren soll. Durch diese Ernährung gelangt der Körper in die Ketose. Das ist ein Spezieller Stoffwechselzustand, in dem die Fettverbrennung stark angeregt wird. Dies ist jedoch keine Langzeitlösung. Anstatt die Depots abzubauen, stellt der Körper zunächst auf den Stressmodus um und verlangsamt viele Stoffwechselprozesse.

Monodiäten: Kurzfristige Diät, bei der der Fokus auf ein Lebensmittel, wie Kartoffeln oder Quark gelegt wird. Diese Diäten können nicht länger als ein paar Wochen durchgeführt werden. Danach tritt fast immer ein Jojo Effekt ein.

Blitzdiäten: Sehr kurzfristige Diät, bei der die zugeführte Kalorienmenge extrem runter geschraubt wird. In dieser Zeit wird größtenteils nur Wasser abgenommen aber kein Körperfett. Diätwillige haben nach dieser Diät oft mehr Hunger auf kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie Schokolade und Chips.

Diäten können den Einstieg in eine gesunde Ernährung erleichtern. Die Praxis zeigt, dass es oft leichter fällt, von Gewohnheiten loszukommen, wenn man einen extremen Schnitt in der Routine macht und nach einer Diät nicht in den alten Trott sondern in eine gesunde und ausgewogene Ernährung übergeht und dies auch dauerhaft hält. Eine Gewohnheit festigst sich meistens nach 3 Monaten. Bei Essgewohnheiten kann es aber auch innerhalb von 3 Jahren zu Rückschlägen kommen. Aus diesem Grund muss man seine Ernährung dauerhaft umstellen.